Von Abercron fordert 100.000 zusätzliche Kinderbetreuungsplätze im Bund

19.05.2017

Für den Kreis Pinneberg wären das im Verhältnis zur Bevölkerung 130 zusätzliche KITA-Plätze.

Kindertagesbetreuung leistet einen wichtigen Beitrag zur Chancengleichheit aller Kinder. Sie trägt dazu bei, den Grundstein für den späteren Bildungs-und Berufsweg zu legen und stärkt die Integration. Kindertagesbetreuung unterstützt Familien in ihrer Bildungs-und Erziehungsverantwortung und trägt damit maßgeblich zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf bei.

Die Bereitstellung von qualitativ hochwertigen Betreuungsangeboten ist hierfür Voraussetzung. In Deutschland besteht jedoch nach wie vor ein weiterer Bedarf an Betreuungsplätzen, insbesondere für Kinder unter drei Jahren. Zudem werden für anspruchsberechtigte Kinder mit Fluchthintergrund zusätzliche Betreuungsplätze benötigt, die für die Städte und Gemeinden bei ihren Planungen nicht vorhersehbar waren.

Hier besteht Handlungsbedarf und eine gemeinsame abgestimmte politische Zusammenarbeit von Bund, länder und Kommunen. Zu Beginn der Investitionsprogramme Im Jahr 2008 befanden sich 361.623 Kinder unter drei Jahren bundesweit in Kindertagesbetreuung, das entspricht einer Betreuungsquote von 17,6 Prozent. 2016 hat sich die Betreuungsquote fast verdoppelt: Sie liegt nun bei 32,7 Prozent (719.558 betreute Kinder).

Hier zeigt sich deutlich, so Michael von Abercron, dass die CDU mit den von ihr beschlossenen Investitionsprogrammen für den Ausbau von Krippenplätzen den richtigen Weg eingeschlagen hat. Der Vorwurf der SPD auf der Kreistagsitzung am 8. Mai, die CDU hätte keinen Plan, wenn es um die Kinderbetreuung geht, weil sie gegen die geringfügige Verbesserung der Sozialstaffel im Kreis ist, trifft ins Leere. Wir setzen uns, so Michael von Abercron, dafür ein, operative Massnahmen für die Betreuung aller Kinder sicherzustellen anstatt einer bestimmten Gruppe zusätzliche Leistungen zu gewähren, die mit erheblichen Bürokratieaufwand verbunden sind.

Im März 2015 nutzten 2.294.483 Kinder im Alter von drei Jahren bis zum Eintritt in die Schule ein Angebot der Kindertagesbetreuung, das entspricht einer Betreuungsquote von 95,3 Prozent. Trotz der schon hohen Betreuungsquote wird aufgrund der wachsenden Geburtenraten für die Zukunft ein noch steigender Platzbedarf für Kinder im Kindergartenalter prognostiziert. Im Jahr 2015 wurden 738.000 Kinder lebend geboren und somit 3,2 Prozent mehr als im Jahr 2014.

Auch aufgrund der Flüchtlingssituation erhöht sich der Anteil von Kindern mit einem Rechtsanspruch ab dem vollendeten ersten Lebensjahr auf öffentlich geförderte Kindertagesbetreuung erheblich.

Der Bildungsbericht 2016 geht davon aus, dass allein im Jahr 2015 bereits 147 844 Kinder mit Fluchthintergrund unter sechseinhalb Jahren nach Deutschland gekommen sind. Für diese Kinder, so Dr. Michael von Abercron, sind eine gute Kindertagesbetreuung und frühkindliche Förderung der Schlüssel zu einer erfolgreichen Integration. Die gemeinsame Finanzierung durch Bund und Länder von 100 000 zusätzlichen Plätzen für Kinder von der Geburt bis zum Schuleintritt ist mit der Änderung des Gesetzes über Finanzhilfen des Bundes zum Ausbau der Tagesbetreuung für Kinder (Artikel 1) und des Gesetzes zur Errichtung eines Sondervermögens „Der Kinderbetreuungsausbau“ (Kinderbetreuungsfinanzierungsgesetzes, Artikel 2) umzusetzen