30.08.2010
Vorstoß der Elmshorner Verwaltung sorgt für Zoff / In Verbänden soll künftig einheitlich gehandelt werden
In den nächsten Wochen wird wieder die Verbandsversammlung des Abwasserzweckverbands Pinneberg tagen. Elmshorner Politiker von verschiedenen Parteien werden dabei sein. Bisher konnten sie dort frei abstimmen. Doch das soll vorbei sein. Sie sollen künftig an die Kandarre genommen werden. Im Hauptausschuss soll festgelegt werden, wie die Abgeordneten abzustimmen haben. Das jedenfalls schlägt die Elmshorner Verwaltung vor. Die CDU läuft dagegen Sturm.
Nach Ansicht der Elmshorner Verwaltung sind Politiker laut Paragraf 25 der schleswig-holsteinischen Gemeindeordnung weisungsgebunden. „Da die Beauftragten anstelle der Gemeinde auftreten, sind sie verpflichtet, die Weisungen der Gemeinde zu befolgen“, schreibt die Verwaltung in den Unterlagen für die Hauptausschuss-Sitzung am Dienstag. Doch ein Muss ist die Weisungsgebundenheit offensichtlich nicht. „Eine Vorschrift ist das nicht, man kann es machen. Wir machen es zum Glück nicht. Das wäre auch albern“, sagt Torneschs Bürgermeister Roland Krügel.
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